Mit Jesus zu den Vegan Street Days Stuttgart

Große Freude über die Einladung

Nachdem wir persönlich von ARIWA Stuttgart eingeladen worden waren, war unsere Freude groß: Für uns von „will-kirche-tierschutz.de“ ging es zu den Vegan Street Days nach Stuttgart.

Trotz seiner großen Tragweite findet das Thema Kirche und Tierschutz in der Tierrechtsbewegung immer noch viel zu wenig Beachtung. Umso mehr haben wir uns gefreut, auf den Vegan Street Days unsere Kampagne und deren enorme Hebelwirkung vorstellen zu können – nicht nur am Infostand, sondern auch bei einem ausführlichen Bühnen-Interview.

Voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg zu einem der schönsten und wichtigsten veganen Events im süddeutschen Raum.

Mehr als nur eine veganes Straßenfest

Die Vegan Street Days in Stuttgart, getragen von der Tierschutzorganisation Ariwa, sind weit mehr als nur ein Straßenfest. Sie schaffen einen Ort, an dem Menschen vegane Ernährung und einen tierfreundlichen Lebensstil kennenlernen können. Gleichzeitig sind sie ein Treffpunkt für Menschen aus Tierschutz und Tierrechtsarbeit, für Lebenshöfe, Initiativen und Aktive, die sich oft nur aus dem Internet kennen und hier persönlich begegnen können.

Schon am Tag der Abfahrt hatten wir zum Spaß ein Facebook-Bild gepostet, auf dem unser Auto zu den Vegan Street Days „fliegt“. Tatsächlich fühlte es sich fast genauso an.

Als wir mit unserem Fahrzeug ankamen und begannen auszuladen, bemerkten wir schnell die neugierigen und teilweise skeptischen Blicke der Menschen an den umliegenden Ständen. Verständlich: Wer würde nicht kurz stutzen, wenn plötzlich ein 2,30 Meter großer Jesus aus einem Transporter gehoben wird?

Unser Gedanke war deshalb zunächst ganz einfach: Hoffentlich gelingt es uns, die Menschen um uns herum für unsere Anliegen zu gewinnen.

Großer Zuspruch für ein wichtes Thema

Nachdem unser Stand aufgebaut war, bestätigte sich unsere positive Erwartung. Viele kamen ins Gespräch mit uns und verstanden sofort, worum es bei unserer Aktion geht. Besonders unser Vergleich, dass die kirchlichen Einrichtungen mehr Tierleid servieren als die Fast-Food-Ketten McDonald’s, Burger King und KFC, sorgte für intensive Gespräche. Viele Besucherinnen und Besucher hatten sich bislang kaum damit beschäftigt, welche Rolle die Kirchen im Zusammenhang mit Massentierhaltung und Tierleid spielen. Für zahlreiche Menschen wurde sichtbar, dass hier tatsächlich ein blinder Fleck innerhalb der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung existiert.

Die Resonanz war überwältigend positiv. Viele Menschen fanden unsere Schilder, Grafiken und Memes kreativ, mutig und einprägsam. Während der Gespräche konnten wir direkt beobachten, wie neue Menschen unseren Social-Media-Kanälen auf Facebook und Instagram folgten und sich weiter über unsere Arbeit informieren wollten.

Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Begegnungen mit Menschen, die wir bisher hauptsächlich über soziale Medien kannten. Einige begleiten unsere Arbeit bereits seit Jahren. Plötzlich standen diese Menschen vor uns, nicht mehr als Profilbild auf einem Bildschirm, sondern als echte Personen mit Gesicht, Stimme und Geschichte. Diese Begegnungen waren für uns etwas ganz Besonderes.

Auch zahlreiche Christ:innen sowie Menschen mit kirchlichem Hintergrund kamen an unseren Stand. Fast alle reagierten sehr positiv auf unsere Initiative. Natürlich gab es auch kritische Nachfragen und unterschiedliche Sichtweisen, doch die Gespräche blieben respektvoll und konstruktiv.